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Blogpost aus Mora


2026-03-27

Die Schlacht bei Parisi – 3. Kapitel - Teil 2

1
Die entfesselte Magie tötete nur eine Handvoll der Kemeten, doch stoppte dafür ihren Ansturm in einem heillosen Durcheinander. Was wiederum die perfekte Gelegenheit für einen Gegenschlag bot, sogleich ergriffen von Eisenhauer, der mit seinem Schwert hoch in die Luft stach: „Kämpft! Kämpft für euren Morgen!“ Ehe auch nur einer der Soldaten treu den Befehl befolgen oder vor Angst erstarrt verweigern konnte, rannte der Offizier los. Aber nicht allein, denn die ganze Linie folgte ihm. Und sie schrien aus voller Kehle für die unterschiedlichsten Dinge: Für den Morgen, für ihren Familien, für Wendel, für die Allianz … und auch für Odettes Kraftstuhl.
2
Den erste erwischte Odette, als er gerade aus einem der magisch geschaffenen Gräben herauskletterte, seine lange Uniform vollkommen mit der herausgewürgten Schmiere der Steinmagier besudelt. Beim Stolpern musste der Kemete sein Gewehr verloren haben, denn er konnte allein seine Hände zur Wehr hochhalten. Auf seiner bronzenen Miene prangte Angst, doch Odette sah sie nur, vernahm sie aber nicht. Denn ihr Körper glich einer Welle in einer Sturmflut, stark, aber gefangen in der Regung des Meeres. Wie ein auf jener Welle getragenes Treibgut wurde das Seitenwehr von ihren Händen vorwärts direkt in die Brust des Kemeten gestoßen Dieser schrie auf und dann noch einmal, als Odette ihm die Klinge wieder herausriss, worauf er erneut in den Graben fiel, diesmal, um dort zu bleiben.
3
In ihrem Augenwinkel tauchte der nächste Feind auf, sich mit seinem Seitenwehr direkt auf sie stürzend. Hastig drehte sich Odette um und erwiderte den kommenden Stoß mit ihrem eigenen. Doch nur ihre Klinge bohrte sich in eine Brust. Der Kemete, dessen hellbraune Züge so jung wie ihre waren, war inmitten seiner angreifenden Regung erstarrt, sie mit aufgerissenen Augen anstarrend. Sie starrte perplex zurück und riss erst ihre Seitenwehr wieder heraus, als er zusammensackte. Nun wusste sie sich nicht zu regen, trotz des tobenden Kampfes um sie herum.
4
Dies geschah ihr nicht zum ersten Mal. Immer wieder gerieten kemetische Soldaten, vornehmlich jüngere, ins Stocken, wenn sie Odette oder eine andere kämpfende Frau zu Gesicht bekamen. Die erfahrenen Soldaten verrieten ihr, als sie es einmal am Lagerfeuer ansprach, dass Frauen in Heere außerhalb von Mora immer noch eine große Seltenheit darstellten. Viele kemetische Soldaten hatten demnach noch nie eine feindliche Soldatin gesehen. Weshalb sie vor lauter Erstaunen nicht wissen, wie sie reagieren sollen. So hatte es zumindest eine der wendelischen Mitsoldatinnen gemeint. Ein Iberer hingegen – war es Diego gewesen? – warf ein, dass es in Wahrheit sich um eine Hemmung gehandelt haben musste. Dass die Kemeten, so verächtlich sie sonst auch waren, zumindest immer noch verstanden, dass man Frauen nicht dem Krieg aussetzen sollte. Worauf ein dummer Streit ausbrach, dem sich Odette entzog, indem sie sich in ihr Zelt begab, sich auf ihre Schlafrolle legte und sich die Hände in die damals noch heilen Ohren stopfte.
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Das Töten an sich war ihr von Anfang an überraschend leichtgefallen. Das Abfeuern der Muskete erlernte sie wie das Nutzen des Webstuhls und vollführte es ebenso eingeübt, wenn auch noch nicht so gründlich. Man konnte sich zudem hierbei leicht einreden, dass man seinen Feind gar nicht treffen würde. Aber selbst im Scharmützel, wenn die Linien sich anfielen, musste sie nicht zögern. Der Liebe zur Heimat und die Angst um das eigene Leben konnten zwar ihre Finger nicht am Zittern, doch dafür sie am Anstarren hindern. Sie wusste, dass man sie erstechen würde, wenn sie nicht zuerst zustach, und tat es dementsprechend einfach. Doch als der junge Feind vor ihr am Boden lag, zögerte sie. Hatte der Kemete sie nicht angegriffen, weil sie eine Frau war? Hatte sie ihm seine eigene Gnade als Todesstoß zurückgegeben?
6
Dieser Zweifel, der nur für einige Sekunden seine Flügel in ihrem Kopf ausbreitete, hätte sie fast das Leben gekostet, als ein weiterer Feind in einer vollkommen unverständlichen Sprache brüllend sie von der Seite anfiel. Dieser war unbewaffnet, doch es gelang ihm, Odettes Gewehr mit der Rechten am Lauf hinter dem Seitengewehr zu packen und die Klinge so unbeschadet an sich vorbeizuziehen, auf dass er auch noch den Kolben zu fassen bekam. Fast hätte er der Wolffrau die Muskete entrissen, wenn sie sich nicht an dieser festgekrallt hätte. Der Kemete war etwas größer als sie und seine hartgesottenen Züge verrieten Können. Vermutlich hätte er sie bereits übermannt, wenn sie nicht als Mischfrau einen Kräftevorteil gehabt hätte. Dafür umrundete seine Seele aber die ihre, denn während ihr Kopf noch versuchte, Herr der Lage zu werden, war ihm der Bronzene schon einen Schritt voraus. Denn plötzlich bohrte sich der Stiefel des Kemeten tief in Odettes Bauch und schleuderte sie zurück, wobei ihre Finger vom Gewehr abglitten. Schon setzte der Feind nach und wollte mit ihrem eigenen Seitengewehr auf sie herabstechen.
7
Doch da klatschte ihm ein Feuerball ins Gesicht und entzündete die Federn seiner Mütze wie die Dochte von Kerzen. Der Kemete taumelte zurück und stieß furchtbare Schreie aus, die nur gedämpft unter den sein Gesicht zerfressenden Flammen hervorkamen. „Steh auf! Sofort!“, bellte der blondschuppige Echsenmann, während er zusammen mit einem weiteren Soldaten beide Flanken Odettes schützte. Hastig rappelte sie sich auf und suchte nach ihrer Muskete. Wo hatte der Kemete sie fallengelassen?
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Zum zweiten Mal pulsierte das Gebrüll der gefiederten Schlange und wenig später verspürte Odette unter ihren Füßen eine heftige Erschütterung. Doch sie konnte nicht inmitten eines Scharmützels ihren Blick in die Ferne richten, sondern musste ihn auf die Gefahr vor ihr gerichtet halten. Leider würde sie trotzdem sogleich erfahren, was passiert war, denn etwas kam hoch am Himmel angeflogen. Wie ein Kanonengeschoss schlug es zwischen den kemetischen Soldaten ein, einen von ihnen erschlagend, bevor es wie ein losgetretener Felsbrocken zu den Allianzsoldaten rollte und einen von ihnen umwarf. Fast hätte es auch Odette erwischt, wenn nicht der blondschuppige Echsenmann sie zur Seite gerissen hätte. Natürlich wollte die junge Wehrsoldatin wieder rasch auf die Pfotenfüße kommen, doch da starrte sie ein riesiges, aufgeblähtes Gesicht an. Riesige Augen glotzen sie tot an, während eine rotgraue Zunge aus einem weit aufgerissenen Maul mit gespaltenen Wangen heraushing. Eine dieser Wangen war zerrissen worden, sodass man sowohl den einen der mit Zähnen besetzten Wagenkieferknochen, sowie das innere Gebiss sehen konnte. Es war der Kopf eines der Kriegsriesen, aus dessen frischem Halsstumpf noch immer Blut herausfloss.
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Odettes Grenze des Erträglichen wurde mit einem Schrei durchbrochen. Es blieb nicht bei ihrem allein, denn um sie herum zerbröckelte der Zusammenhalt der Linie. Nicht nur wegen des ungewöhnlichen Geschosses, wie zugleich eine schrille Warnung mitteilte: „Die Echsen! Sie kommen auf uns zu!“ Blanke Panikriss die Wolffrau aus ihrer Starre und sie schnellte hoch.. Die kemetischen Soldaten vor ihnen lösten sich aus dem Scharmützel heraus und zogen sich zurück, während links von den Allianzsoldaten aus gesehen in der fernen Nähe die gepelzten Mörderechsen rasant herbeigekrochen kamen. Oder Landkrokodile, wie manche der Soldaten sie nannten, die entweder von südlich des Glühenden Meeres stammten, oder in Aphrike gedient hatten. Denn vor allem die langen, unter den Pelzhaaren hervorschauenden Mäuler, bestückt mit so vielen Zähnen, dass ein Sägeblatt nahezu handzahm erschien, sollen jenen von den geschuppten Räubern gleichen, die im Wasser von Flüssen wie dem Nil lauern, um unvorsichtige Beute an den Ufern zu packen und ins Wasser zu ziehen, wo sie verschlungen wurde. Doch während diese geschuppten Krokodile tödliche Schwimmer darstellten, krochen diese gepelzten hingegen schneidend schnell über das Gras. Wenn Pferde und Dengs rannten wie der Wind, so rannten die Mörderechsen hingegen wie die Flut: langsamer, aber dafür kraftvoller.

Der nächste Teil der Geschichte wird am 10. April 2026 veröffentlicht.

Admin - 08:24:43 @ Erzählung, Historische Stücke | 13 Kommentare

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